Wer hat die Studie in Auftrag gegeben?

Warum ich?

Ich bin kein/e typische/r Student/in – soll ich trotzdem teilnehmen?

Was passiert mit den Ergebnissen?


Wer hat die Studie in Auftrag gegeben?

Die Studie wurde vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF) in Auftrag gegeben. Das Projekt wurde von einem Beirat begleitet, in dem die Österreichische Universitätenkonferenz (uniko), die Österreichische Fachhochschul-Konferenz (FHK), die Rektorinnen- und Rektorenkonferenz der österreichischen Pädagogischen Hochschulen (RÖPH), die Österreichische Privatuniversitätenkonferenz (ÖPUK), die Österreichische Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft (ÖH), die Agentur für Qualitätssicherung und Akkreditierung Austria (AQ Austria) und der Österreichische Wissenschaftsrat vertreten waren. Diese Institutionen unterstützen die Umfrage und haben an der Entwicklung des Fragebogens mitgewirkt.


Warum ich?

Je mehr Studierende sich an der Befragung beteiligen, desto besser kann herausgearbeitet werden, dass es "die Studierenden" nicht gibt. Sehr unterschiedliche Menschen, mit unterschiedlichem Lebenshintergrund, Vorstellungen und Zielen studieren an den Hochschulen in Österreich. Je detailliertere Daten über diese verschiedenen Gruppen vorliegen, desto besser können die Hochschulen, die Studierendenvertretung und die Hochschulpolitik auf die unterschiedlichen Bedürfnisse all dieser Gruppen reagieren und entsprechend zielgenaue Maßnahmen und Förderungen entwickeln. Daher sind die Aussagen jedes/r einzelnen Studierenden so wichtig.


Ich bin kein/e typische/r Student/in – soll ich trotzdem teilnehmen?

Die Ergebnisse der letzten Erhebungen haben gezeigt, dass es die "typische Studentin", den "typischen Studenten" nicht (mehr) gibt. Das "Untypische" wird zunehmend "typisch". Die Gruppe der Studierenden wird immer heterogener, ihre Studien- und Lebenssituationen werden vielfältiger. Studierende im Bachelorstudium; Studierende an Fachhochschulen; Studierende im Doktorat; Studierende an Pädagogischen Hochschulen; Jüngere; Ältere; Frauen; Männer; Studierende, die bei ihren Eltern wohnen; Vollzeiterwerbstätige, die ihr Studium nebenbei betreiben; Studierende mit Kind(ern); ausländische Studierenden; Studierende mit Behinderung; etc. haben alle unterschiedliche Lebens- und Studiensituationen.


Was passiert mit den Ergebnissen?

Der Bericht zur Umfrage stellt seit jeher eine sehr wichtige Informationsgrundlage für die österreichische und internationale Hochschulpolitik dar, da die erhobenen Informationen nicht über andere Datenquellen verfügbar sind. Die Ergebnisse werden in mehreren Berichten publiziert bzw. stehen als Download zur Verfügung und unterstützten die Arbeit verschiedenster Akteur/innen in der Hochschulpolitik.

Anhand der Studierenden-Sozialerhebung wird etwa regelmäßig die Studienförderung evaluiert. Die Ergebnisse werden von der Psychologischen Studentenberatung verwendet und bei der Beratung von Maturant/innen eingesetzt. Anhand der erhobenen Daten werden zahlreiche Sonderauswertungen erstellt, so u.a. für einzelne Hochschulen, die ÖH, das BMBWF, die Arbeiterkammer und diverse Arbeitsgruppen der Österreichischen Hochschulkonferenz.

Die Studierenden-Sozialerhebungen werden seit den 1990er Jahren auch im internationalen Vergleich analysiert (EUROSTUDENT). Im Rahmen des Bologna-Prozesses spielt die „soziale Dimension" eine immer prominentere Rolle. Für den regelmäßig erscheinenden Bologna Process Implementation Report werden auch Daten aus 30 nationalen Sozialerhebungen für die Minister/innen aufbereitet. Die OECD und die EU verwenden ebenfalls Daten dieser nationalen Sozialerhebungen, da nur die Studierenden selbst darüber Auskunft geben können, wie die verschiedenen Hochschulsysteme und Förderprogramme funktionieren. Die zuletzt durchgeführte Erhebung 2015 lieferte etwa die Datenbasis für die Ausformulierung der Ziele im Rahmen der Nationalen Strategie zur sozialen Dimension in der Hochschulbildung.


 

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