Studierenden-Sozialerhebung 2011

 

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    Wer hat die Studie in Auftrag gegeben?

    Die Studie wurde vom Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung (BMWF) in Auftrag gegeben. Das Projekt wird von einem Beirat begleitet, in dem die Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH), die Universitäten- und Fachhochschulkonferenz, der Fachhochschulrat, die Rektorenkonferenz der Pädagogischen Hochschulen und der Wissenschaftsrat vertreten sind. Diese Institutionen unterstützen die Umfrage und haben an der Entwicklung des Fragebogens mitgewirkt.

    Warum ich?

    Je mehr Studierende sich an der Befragung beteiligen, desto besser kann herausgearbeitet werden, dass es "die Studierenden" nicht gibt. Sehr unterschiedliche Menschen, mit unterschiedlichem Lebenshintergrund, Vorstellungen und Zielen studieren an den Hochschulen in Österreich. Je detailliertere Daten über diese verschiedenen Gruppen vorliegen, desto besser können die Hochschulen, die Studierendenvertretung und die Hochschulpolitik auf die unterschiedlichen Bedürfnisse all dieser Gruppen reagieren und entsprechend zielgenaue Maßnahmen und Förderungen entwickeln. Daher sind die Aussagen jedes/r einzelnen Studierenden so wichtig.

    Ich bin kein/e typische/r Student/in – soll ich trotzdem teilnehmen?

    Die Ergebnisse der letzten Erhebungen haben gezeigt, dass es die "typische Studentin", den "typischen Studenten" nicht (mehr) gibt. Das "Untypische" wird zunehmend "typisch". Die Gruppe der Studierenden wird immer heterogener, ihre Studien- und Lebenssituationen werden vielfältiger. Studierende im Bachelorstudium; Studierende an Fachhochschulen; Studierende im Doktorat; Studierende an Pädagogischen Hochschulen; Jüngere; Ältere; Frauen; Männer; Studierende, die bei ihren Eltern wohnen; Vollzeiterwerbstätige, die ihr Studium nebenbei betreiben; Studierende mit Kind(ern); ausländische Studierenden; Studierende mit Behinderung; etc. haben alle unterschiedliche Lebens- und Studiensituationen. Gerade, wenn Sie sich nicht als "typische(n) Studierende(n)" fühlen, möchten wir Sie einladen, an dieser Befragung teilzunehmen, damit alle Gruppen von Studierenden im Bericht zur sozialen Lage der Studierenden repräsentiert sind.

    Ich habe die Einladungsmail an verschiedene Email-Adressen erhalten –
    soll ich nun mehrmals teilnehmen?

    Sollten Sie die Einladung zur Studierenden-Sozialerhebung 2011 mehrfach erhalten (z.B. wenn Sie an mehreren Hochschulen studieren), dann bitten wir Sie, die Befragung nur einmal (für Ihr Hauptstudium) zu beantworten. Weitere Erinnerungsmails, die Sie an die andere Adresse erhalten, bitten wir Sie zu ignorieren.

    Ich studiere an mehreren Hochschulen – soll ich mehrmals teilnehmen?

    Wenn Sie an mehreren Hochschulen studieren, erhalten Sie die Einladung zur Befragung wahrscheinlich mehrfach. In diesem Fall bitten wir Sie, die Befragung nur einmal (für Ihr Hauptstudium) zu beantworten. Weitere Erinnerungsmails, die Sie an die andere Email-Adresse erhalten, bitten wir Sie zu ignorieren.

    Ich mache gerade ein Auslandssemester – soll ich trotzdem teilnehmen?

    Die Befragung richtet sich an Studierende, die derzeit in Österreich studieren. Sollten Sie gerade ein Auslandssemester oder ein Praktikum im Ausland absolvieren, "passen" viele Fragen für Sie nicht. Wir bitten Sie aber, uns das für die Statistik auf der ersten Seite des Fragebogens anzugeben. Vielen Dank!

    Ich habe mein Studium bereits beendet – soll ich trotzdem teilnehmen?

    Wir erhalten die E-Mail-Adressen auf Basis der Studierendenevidenz des Sommersemesters 2011. Sollten Sie fälschlicherweise noch in dieser Liste enthalten sein oder zwischenzeitlich Ihr Studium beendet haben, so bitten wir Sie nur, uns das für die Statistik auf der ersten Seite des Fragebogens anzugeben. Vielen Dank!

    Ich habe nur für 1–2 Semester in Österreich studiert – soll ich trotzdem teilnehmen?

    Diese Befragung richtet sich an Studierende, die über mehrere Semester in Österreich studieren. Sollten Sie dieses oder letztes Semester als "Austauschstudent/in" in Östereich sein, sind Sie nicht Teil der Grundgesamtheit und es "passen" viele Fragen für Sie nicht. Wir bitten Sie aber, uns das für die Statistik auf der ersten Seite des Fragebogens anzugeben. Vielen Dank!

    Was passiert mit den Ergebnissen?

    Der Bericht zur Umfrage stellt seit jeher eine wichtige Informationsgrundlage für die Hochschulpolitik dar. Die erhobenen Informationen sind nicht über andere Datenquellen verfügbar. Der "Bericht zur sozialen Lage der Studierenden" wird publiziert bzw. steht als Download zur Verfügung. Die Ergebnisse werden von Politik und Verwaltung, der ÖH, den Universitäten, Fachhochschulen und Pädagogischen Hochschulen genutzt.

    Die Studie 2006 war beispielsweise eine wichtige Grundlage für die jüngste Novelle der Studienförderung, die unter anderem die Anhebung der Zuverdienstgrenze, eine Erhöhung des Kinderzuschusses und eine Verlängerung der Anspruchsdauer für Studierende mit einer Behinderung zur Folge hatte.

    Die Studierenden-Sozialerhebungen werden seit den 1990er Jahren auch im internationalen Vergleich analysiert. Im Rahmen des Bologna-Prozesses zum Beispiel spielt die "soziale Dimension" eine immer prominentere Rolle. Im Abschluss-Communiqué des Bologna-Minister/innen-Treffens (Leuven/Louvain-la-Neuve Communiqué, April 2009) wird die soziale Dimension an erster Stelle der Herausforderungen für die zukünftige Entwicklung genannt. Gemeinsam mit EUROSTAT, dem Statistischen Amt der EU, wurden auch Daten aus 23 nationalen Sozialerhebungen für die Minister/innen aufbereitet. Die OECD und die EU verwenden ebenfalls Daten dieser nationalen Sozialerhebungen, da nur die Studierenden selbst darüber Auskunft geben können, wie die verschiedenen Hochschulsysteme und Förderprogramme funktionieren.
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